Selbstverständnis

Veganismus ist Freiheit ohne Gewalt für alle Lebewesen

Inhalt
1) Verantwortung als Veranstalter veganer Events
2) Zusammenarbeit
3) Veganismus und Ethik
4) Ethischer Minimalkonsenz
5) Politische Positionierung des Veganismus
6) Fortschritt von Menschen- und Tierrechten

1) Verantwortung als Veranstalter veganer Events

Als Veranstalter veganer Events prägen wir die Wahrnehmung des Veganismus und der Tierrechtsszene in der Öffentlichkeit mit. Damit einher geht auch die Verantwortung, sich gegenüber Personen, Gruppierungen und Themen abzugrenzen, die der Befreiung von Mensch und Tier schaden. Extremistisch-populistische Äußerungen und Handlungen, Sekten, rechts- und linksradikale sowie gewaltbereite Personen und Gruppen werden auf unseren Events nicht geduldet. Der Vegane-Powerfrauen e.V. veranstaltet ausschließlich friedliche und lebensbejahende Aktionen, mit denen wir uns für die Achtung von Menschen- und Tierrechten gleichermaßen einsetzen. Dabei betrachten wir uns als politisch und weltanschaulich unabhängig.

2) Zusammenarbeit

Um unserem Ziel „Freiheit für alle Lebewesen“ näher zu kommen, handeln wir gemäß unserer Satzung. Unser Engagement gilt der Abschaffung von Missständen für Tiere in der Kleidungs-, Nahrungs-, Vergnügungs- und Pharmaindustrie sowie in der Wissenschaft. Uns ist bewusst, dass Erfolge für Tierrechte ein kontinuierliches Engagement vieler Menschen und Gruppen erfordern. Im Sinne der Tiere, Menschen und auch der Umwelt ist es wichtig, die gemeinsamen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren und auch gerade Veränderungen und Verbesserungen in einzelnen Gebieten anzuerkennen, da diese in Ihrem Zusammenwirken zu einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung beitragen können, die auf sozialen und für alle Lebewesen gerechten Grundsätzen fußt. Deshalb ist es dem Vegane Powerfrauen e.V. wichtig, mit anderen engagierten Menschen, Gruppen und Organisationen im Sinne der allgemeinen Erklärung der Tierrechte und der Achtung der Menschenrechte, gemäß unserer Satzung und diesem Selbstverständnis zusammenzuarbeiten.

3) Veganismus und Ethik

Die zahlreichen Gespräche, die wir mit vegan lebenden Menschen in den letzten fünf Jahren auf über 100 veganen Events geführt haben, haben uns gezeigt, dass die große Mehrheit der Veganer vor allem ethische Gründe für Ihren Lebensstil anführen. Vegan zu leben ist demzufolge ein Ausdruck angewandter Ethik und alltäglichem sozialem Engagements.

4) Ethischer Minimalkonsenz

Wir verstehen den Veganismus als ein, aus heutiger Sicht, komplexes Gebilde, dessen Anspruch sich die überwältigende Mehrheit leider noch nicht gewachsen fühlt. Im ethischen Minimalkonsens der von uns angewandten Ethik orientieren wir uns an folgender Abwandlung der „Goldenen Regel“:

Behandle andere Lebewesen so, wie du von ihnen behandelt werden willst.

„Die Regel verlangt einen Perspektivenwechsel in personaler Relation und macht das Sich-Hineinversetzen in die Lage Betroffener zum Kriterium für moralisches Handeln. Das gilt auf jeden Fall als Schritt zu ethischer Eigenverantwortung mit der Kraft zur Selbstkorrektur.“ Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Regel

5) Politische Positionierung des ethisch motivierten Veganismus

Als Folge dieser Regel ist ein praktizierter Veganismus die logische Konsequenz aus dem Streben nach einer friedlichen und sozial gerechten Gesellschaft, in der die Bedürfnisse von Mensch und Tier gleichermaßen geachtet werden. Denn Freiheit ohne Gewalt für alle Lebewesen bedeutet die Überwindung von Speziesismus, Karnismus, Rassismus, Faschismus, Sexismus, Kapitalismus; zusammenfassend all jene Praktiken, die Freiheit einschränken. Die Überwindung dieser „-ismen“ impliziert auch eine klare politische Positionierung gegen Ungleichheit und Unterdrückung und für Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Selbstverwirklichung.

6) Fortschritt von Menschen- und Tierrechten

Die menschliche Gesellschaft muss sich der Herausforderung stellen, ihr Verständnis von Fortschritt insofern neu zu definieren, als die Anerkennung und der Schutz der Tierrechte ebenso ein Barometer für die Reife unserer Kultur sind, wie die Anerkennung und der Schutz der Menschenrechte. Die Entwicklung der menschlichen Zivilisation, ihre Grundsätze sowie ihre Praxis, wird nicht mit dem 21. Jahrhundert enden. Die Menschen der nachfolgenden Generationen, die Kinder und Jugendlichen von heute, werden den ethischen Fortschritt ihrer Zeit genauso herausarbeiten, wie wir den unseren definieren. Die Zukunft gehört ihnen, aber sie beginnt mit uns. Heute.

Quellenangaben: